Die Fragen und Probleme der Islamic Financial Services Industry (IFSI) sind nur in Verbindung mit den Fragen des politischen Islam zu verstehen. Das Online Journal "Islamic Finance" ist dementsprechend aus den Forschungsprojekten des Online Journals zum Islamismus hervorgegangen.


Mittwoch, 27. Februar 2008

Milliardengeschäft zwischen Orient und Okzident?

Das Thema Islamic Banking erhält in den letzten zwei-drei Jahren zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Die Artikel in der Fachpresse überbieten sich teilweise mit Wachstumsprognosen und Schätzungen des möglichen Marktpotentials. Festzustellen ist das die Zahlen jedoch sehr stark von einander abweichen oder nicht miteinander korrespondieren. Aus den aggregierten Daten wird dann in einer breite auf das gesamte Thema geschlussfolgert die einer Analyse nicht dienlich ist.

Derivate Scout 2007:
„Eine Million Franken Anlagesumme muss einem Investor nicht zwingend die sofortige Aufmerksamkeit der Bank garantieren. Geht es allerdings um rekordverdächtige 2 Billionen Franken, die gegenwärtig bei Anlegern im Mittleren Osten schlummern, spricht die ganze Branche darüber. In der Tat ist das Thema «Islamic Banking» mehr denn je in die Aufmerksamkeit der Bankinstitute gerückt. Neben viel freier Liquidität von potentiellen Neukunden, wecken jährliche Wachstumsraten von bis zu 15% die Begierde der Finanzindustrie“ (zum Volltext).

Spiegel Online 2006:
Das große Geschäft mit islamkonformer Geldanlage machen die großen Finanzhäuser vor allem im arabischen Raum. Rund 270 Milliarden Dollar sind weltweit in den vergangenen Jahren in diese Produkte geflossen, die jährlichen Wachstumsraten lagen häufig bei 20 Prozent oder mehr. Und der hohe Ölpreis beschert den Banken einen steten Strom frischen Geldes. Islamisch orientierte Aktienportfolios standen dabei mit ihrer Performance den großen Leitindizes in nichts nach. Der 1999 eingeführte Aktienindex Dow Jones Islamic Market kletterte in den vergangenen drei Jahren um mehr als 65 Prozent. Allein seit Jahresbeginn legte er fast 6 Prozent zu“. (zum Volltext)

Wirtschaftswoche 2006:
„Erst in den vergangenen Jahren haben auch westliche Banken und Versicherungen Strategien entwickelt, um trotz Zinsverbot an das Geld der 1,4 Milliarden Muslime zu kommen, deren Vermögen die Deutsche Bank auf 1,8 Billionen Euro schätzt. Ein gigantischer, bisher noch kaum erschlossener Markt“ (zum Volltext).


Generell gilt es bei der Einschätzung des Marktpotentials einige Unterscheidungen und Eingrenzungen vorzunehmen:

1.) Welche Formen und Produkte gehören zum Islamic Banking?

2.) Ist es zielführend und möglich die verschiedenen Produkte unter einem Begriff zu subsumieren?

3.) Kann man aus der Menge der Muslime mit Kapitalbesitz die Marktchancen für diese Produkte herleiten (woher wissen wir welcher Muslim sich von diesen Produkten angesprochen fühlt und sich mit den damit verbundenen religiösen Geboten identifiziert)?

4.) Wer will also überhaupt scharia-konform anlegen?

5.) Können länder- und regionenübergreifende Prämissen gemacht werden (zwischen dem Nahen Osten und Südostasien zum Beispiel)?

Aus wissenschaftlicher Perspektive erscheint eine Einschätzung zu den Potentialen des Islamic Banking schwierig. Dieses Onlinejournal wird sich daher in nächster Zeit bemühen verstärkt Kernfakten zu sammeln und diese zu gewichten. Ziel ist eine, permanent aktualisierte, Rubrik zu schaffen die eine Beurteilung der Veränderungen zuläßt und damit Schlußfolgerungen auf die untschiedlichen Teilbereiche ermöglicht.

Sonntag, 6. Januar 2008

Einschätzung des Islamic Banking Sektors in Malaysia II

Seit Juni 2006 halten nur noch Islamische Banken Musharakas, während vor dem Jahre 2006 ihr Anteil lediglich bei 27% lag. Die Aufschlagsfinanzierungen (Ijara und Murabaha) werden von islamischen, wie konventionellen Banken angeboten, wobei die Islamischen Banken einen größeren Anteil vorzuweisen haben.

Bei Islamischen Banken entfallen ca. 0,5% ihrer Finanzinstrumente auf die Beteiligungsfinanzierungen und ca. 10,2% auf die Aufschlagsfinanzierungen. Auffällig ist, dass die Finanzierungsinstrumente der Mudaraba, Musharaka, Ijara und Murabaha im IBS relativ gering vertreten sind (8%). Von den restlichen 92% entfallen 42% auf eine Abwandlung der umstrittenen Murabaha, hier wird beim Kauf einer Ware der Kaufpreis plus Gewinnmarge in Raten gezahlt. 30% entfallen auf eine Abwandlung der ebenfalls umstrittenen Ijara, einem Leasing-Vertrag mit späterem Kauf der Ware (vielmehr sind es zwei Verträge, erst ein Leasingvertrag und nach Ablauf der Leasing Periode ein Murabaha Vertrag).

Die restlichen 20% entfallen auf Sonstige, nicht näher erläuterte Abwandlungen der Finanzierungsinstrumente, die sich im Zuge der Entwicklung des IBS entwickelt haben. Somit bestehen über 72% der Finanzierungsformen aus Abwandlungen der nicht Islam konformen Aufschlagsfinanzierung. Betrachtet man nun den gesamten malaysischen Finanzmarkt, erkennt man, dass hier der IBS einen Aufwärtstrend erlebt. Der IBS hatte im Jahre 2002 lediglich einen Marktanteil von 4,9%, seit 2004 liegt der durchschnittliche Marktanteil bei ca. 10%. Aktuell hatten im Juni 2006 die Banken im IBS einen Marktanteil von 10,4%.


Quelle: Bornemann, Janine (HfB Business School of Finance and Management ( Johannes Gutenberg-Universität Mainz), in: Wirtschaftspolitisches Seminar: "Finanzmärkte im Umbruch", Mainz 2006).

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Einschätzung des Islamic Banking Sektors in Malaysia I

Neben der BIMB existiert in Malaysia erst seit dem Jahre 1999 eine zweite rein islamische Bank, die Bank Muamalat Malaysia Berhard (BMMB). Die Gründung resultierte aus der Fusion, der zuvor ausgelagerten islamischen Abteilungen, dreier konventioneller Banken. Aus den aktuellen Statistiken ist seit 2004 der Trend zu beobachten, dass die GB sich aus dem IBS zurückziehen. Im Gegensatz dazu nimmt die Anzahl an rein islamischen Banken zu, sie stiegen von zwei Banken auf neun Banken im Juni 2006.



Seit 2002 haben die Islamischen Banken ihr Anlagevermögen fast verdreifacht, während sich das gesamte Anlagevermögen im IBS nur ca. verdoppelt hat. Gemessen am Anlagevermögen wird deutlich, dass die Bedeutung der Islamischen Banken im Islamic Banking eine immer größere Bedeutung zukommt. Ende des Jahres 2004 hatten diese einen Marktanteil von ca. 26,3%, der Marktanteil stieg bis Dezember 2005 auf 38,8% und bis Juni 2006 weiter auf 53,7% (vgl. http://www.bnm.gov.my/).

Ein Blick auf die Verbreitung der Finanzierungsinstrumente im IBS zeigt, dass die Finanzierung über Beteiligungsfinanzierungen (Mudaraba und Musharaka) hauptsächlich von den Islamischen Banken durchgeführt wird. Finanzierungen über Mudaraba machen den kleinsten Anteil aus und werden ausschließlich von Islamischen Banken angeboten. Finanzierungen der Musharaka wurden bis 2005 von GB und Islamischen Banken angeboten. Der Trend zeigt, dass sich die GB aus dem Zweig der Musharaka Finanzierungen mittlerweile zurückgezogen haben und diese seit Juni 2006 nicht mehr anbieten. Im Gegensatz dazu hat der Anteil an Musharaka Finanzierungen bei Islamische Banken in etwa gleichem Maße zugenommen.

Quelle: Bornemann, Janine (HfB Business School of Finance and Management ( Johannes Gutenberg-Universität Mainz), in: Wirtschaftspolitisches Seminar: "Finanzmärkte im Umbruch", Mainz 2006).

Sonntag, 25. November 2007

Entwicklung des Islamic Banking in Malaysia II

Bis in das Jahr 1994 schaffte es die BIMB über 40 islamische Finanzprodukte und zinslose Finanzierungstechniken zu entwickeln und am Markt zu etablieren. In einem zweiten Schritt entstand 1994 der Islamic Interbank Money Market (IIMM), auf dem ausschließlich islamische Banken, GB, HB und ausgewählte FI und WB agieren dürfen. Die Errichtung des IIMM, auf dem nur mit kurzfristigem Kapital gehandelt werden darf, ermöglicht es Banken und Instrumente miteinander zu verbinden.

Hierzu wurden zwei Methoden entwickelt, das „Interbank Trading“ zum Handel mit Finanzierungsinstrumenten und die „Mudaraba Interbank Investments (MII)“. Durch das Instrument des „Interbank Trading“ können Banken kurzfristige Schuldverschreibungen handeln.

MII steht für einen kurzfristigen Finanzmarkt an dem eine islamische Bank, die über überschüssige Liquidität verfügt sich nach dem Prinzip des Mudaraba an einer anderen (mit zu wenig Liquidität ausgestatteten) islamischen Bank beteiligen kann. Im Jahre 1997 wurde von der BNM ein Nationaler Shariarat (National Syariah Advisory Council on Islamic Banks and Takaful (NSAC)) gegründet. Seine Aufgabe ist es eine bessere Abstimmung und Koordinierung der islamischen Finanzinstrumente zwischen der Islamischen Banken zu ermöglichen.

Nach Volker Nienhaus existiert damit in Malaysia letztlich einer der am weitesten entwickelten islamischen Finanzsektoren (Nienhaus, Volker: „Islamische Ökonomik in der Praxis: Zinslose Finanzwirtschaft“, in: Ende, Werner/Steinbach, Udo (Hrsg.): „Der Islam in der Gegenwart“, Verlag C.H. Beck, München (2005), S 163-198).

Quelle: Bornemann, Janine (HfB Business School of Finance and Management ( Johannes Gutenberg-Universität Mainz), in: Wirtschaftspolitisches Seminar: "Finanzmärkte im Umbruch", Mainz 2006).

Dienstag, 20. November 2007

Entwicklung des Islamic Banking in Malaysia I

Im Jahre 1983 startete mit der Gründung der Bank Islam Malaysia Berhad (BIMB) die Entwicklung des islamischen Bankenwesens in Malaysia. Zur gleichen Zeit wurde durch die Regierung das erste zinslose Wertpapier basierend auf den Sharia-Prinzipien, das Government Investment Issue (GII), am Markt emittiert. Ab 1993 eröffnete die Regierung, zur Unterstützung der Schaffung eines „dualen Bankensystems“ (Siehe Nienhaus (2004), S. 1) den konventionellen Banken die Möglichkeit islamischen Finanzierungstechniken anzubieten - mit dem Konzept des „Islamic Window“ (Siehe Norafifah Ahmad & Sudin Haron (2002), S. 1).

Hierzu wurden die konventionellen Banken aufgefordert, neben der bestehenden Sparte für konventionelle Finanzierungsinstrumente Abteilungen zu etablieren, die ausschließlich islamische Finanzierungsprodukte anbieten. Hierdurch gelang es den konventionellen Banken sich im Markt für islamische Produkte zu etablieren und den Islamic Banking Sektor (IBS) auszubauen.

Es entstand ein Bankensektor, auf dem der konventionelle Finanzmarkt in Malaysia (Dieser besteht aus Commercial Banks (Geschäftsbanken (GB)), Finance Companies (Finanzinstitutionen (FI)), Merchants Banks (Handelsbanken (HB)) und Discount Houses (Wechselbanken (WB)). neben dem Finanzmarkt für islamische Finanzprodukte (IBS) existiert. Der IBS besteht aus den konventionellen Bankenformen mit ihren islamischen Produkten und den Islamische Banken (Islamic Banks), die ausschließlich islamische Finanzprodukte auf dem IBS anbieten. Hinzukommend bieten in Malaysia auch Staatsbanken islamische Finanzdienste an.

Das Bestreben der ZB von Malaysia (Bank Negara Malaysia (BNM)) - welche neben den bekannten Aufgaben einer ZB zusätzlich als Bankier, Wirtschafts- und Finanzberater der Regierung fungiert - ist es die beiden gesonderten Finanzsektoren auf lange Sicht nebeneinander existieren zu lassen. Durch die schrittweise Etablierung eines „dualen Bankensystems“ gelang es in Malaysia mit geringen Kosten und mit relativ wenig administrativem Aufwand möglichst viele Beteiligte in die Märkte zu integrieren. Hinzu kommt, dass mit diesem Konzept auch Nicht-Muslime in die Transaktionen der Finanzmärkte mit einbezogen werden können. In Malaysia macht dieser Bevölkerungsanteil rund 42% aus (Siehe Heine und Spielhaus (2004), S. 142).

Quelle: Bornemann, Janine (HfB Business School of Finance and Management ( Johannes Gutenberg-Universität Mainz), in: Wirtschaftspolitisches Seminar: "Finanzmärkte im Umbruch", Mainz 2006).

Donnerstag, 1. November 2007

Probleme für Banken aus den Finanzierungsinstrumenten und ihre Konformität mit der Sharia

Die Beteiligungsfinanzierungen von Mudaraba und Musharaka werden im Islamic Banking als die relevanten Finanzierungsinstrumente angesehen, da die Gewinne nicht aus einer Geldtransaktion, sondern aus der Arbeit und der Leistung des zu unterstützenden Unternehmens erfolgen. Die Aufschlagsfinanzierung ist das

„umstrittenste Finanzierungsinstrument der islamischen Banken“ (vgl. Amereller (1994), S. 127)

und war im klassischen Islam hauptsächlich für den Verkauf von Waren gedacht. Das Grundprinzip der Beteiligungsfinanzierung, eine Finanztransaktion mit geteilten vorher festgelegten Gewinn- und Verlustbeteiligungen, entspricht den Prinzipien der Sharia. Jedoch werden Mudaraba Finanzierungen hauptsächlich in Zusammenarbeit mit Handelsunternehmen verwendet und auch dort nur zur kurzfristigen Finanzierung (vgl. Saeed (1996), S. 74).

Dies resultiert aus den vielen Risiken, welche die Finanzierungsinstrumente den Banken bezüglich der Gewinn- und Verlustaufteilung mit sich bringen. Die Banken müssen mit erheblichem Aufwand die Geschäftspläne der Unternehmen prüfen und sich mit dem jeweilige Projekt genau vertraut machen, um ihr mögliches Risiko zu minimieren bzw. um überhaupt zu entscheiden, ob sie das Projekt finanzieren möchten. Die Aufschlagsfinanzierung resultiert vor allem aus der angedeuteten Problematik der Beteiligungsfinanzierung, bei der die islamischen Banken ein hohes Risiko in der Unternehmensfinanzierung haben.

„In der Praxis islamischer Banken dominieren solche Aufschlagsfinanzierungen, da die Bank mit festen und im Voraus bekannten Erträgen rechnen kann“ (vgl. Nienhaus (2004), S. 166)

und das Risiko, dass die Bank dabei eingeht relativ gering ist. Die Murabaha verstößt weder gegen das Gharar-Verbot, da durch die Aufschlagssätze kein Risiko über die Erträge entsteht kann, noch gegen das Riba-Verbot, da die Bank ein Wirtschaftsgut zur Verfügung stellt und keinen Kredit vergibt (vgl. Bälz (2003), S. 6). Dem entgegen kann man jedoch feststellen, dass die Finanzierung über Aufschlagssätze einem zinsbasierten Finanzwesen sehr nahe kommt. Die Aufschläge können so hoch gewählt werden, dass die Finanzierung über Zinsen sogar günstiger für das Unternehmen sein kann. Jedoch zeigt sich, dass mit dem Instrument der Murabaha den islamischen Banken eine Möglichkeit gegeben wurde, mit konventionellen auf Zinsen basierenden Banken in Wettbewerb treten zu können (vgl. Saeed (1996), S. 78).

Quelle: Bornemann, Janine (HfB Business School of Finance and Management ( Johannes Gutenberg-Universität Mainz), in: Wirtschaftspolitisches Seminar: "Finanzmärkte im Umbruch", Mainz 2006).

Dienstag, 16. Oktober 2007

Islamic Microfinance in Indonesia

In den letzten Veröffentlichungen haben wir mehrfach auf Südostasien als Zukunftsregion für Fragestellungen in Verbindung mit dem Islamic Finance hingewiesen. Hans Dieter Seibel hat in Zusammenarbeit mit Wahyu Dwi Agung für das "Sector Project Financial Systems Development" der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) eine interessante Studie erstellt:


Islamic Microfinance in Indonesia

Indonesia, the largest Muslim country, has a highly differentiated micro- and rural finance sector which has evolved over more than a century. Islamic finance has emerged in 1991, comprising Islamic commercial banks and banking units, rural banks, and financial cooperatives. In this study we deal with the emerging Islamic microfinance sector in Indonesia, particularly rural banks and financial cooperatives: how they have evolved, how they compare with conventional institutions, and what their prospects for growth are.

Islamic finance, after 13 years, accounts for a mere 0.74% of total assets of the banking sector. However, since Bank Indonesia gave official recognition in 1998 to a dual banking system, conventional and Islamic, interest in Islamic meso and macro finance has spread among commercial banks, fuelled by low rates of non-performing loans, and the share of Islamic commercial banks more than quadrupled during 2001-2003: from 0.17% to 0.74%.

Islamic rural banks (BPRS) are under the same effective prudential regulation and supervision as commercial banks and conventional rural banks (BPR). After a promising start in the early 1990s, their development has almost come to a standstill. Despite the fact that they had only two years less than conventional BPR, they have attained a mere 4% of the number and 1.5% of the assets of the rural banking sector.

Islamic financial cooperatives (BMT) suffer from the same regulatory and supervisory neglect as the rest of the sector. After a period of rapid growth during most of the 1990s, they are now in decline, with perhaps not more than one-fifth in good health. Fresh money pumped into the sector without effective regulation and supervision will contribute to their downfall, as has been the case in the state-supported cooperative sector.

Options: Islamic microfinance, lacking popular demand and Islamic banking expertise, is not off to a promising start in Indonesia. Only commercial banks appear to be able of acquiring the art of Islamic banking by training young and dynamic people, but lack experience in Islamic microfinance. Islamic, unlike conventional, rural banks, have failed to prove themselves as effective and efficient providers of microfinance services; Islamic, like conventional, cooperatives are an outright menace to their shareholders and depositors, who risk loosing their money. On the basis of 13 years of experience with Islamic finance in Indonesia, decision-makers in favor of promoting Islamic financial services are now confronted with two major options:

a.) Focusing fully on Islamic commercial banks in Indonesia and assisting them to establish branch networks with Islamic microfinance products.

b.) Re-assessing in a participatory process the challenges and realistic opportunities of Islamic rural banks and cooperatives, taking into consideration the lack of broad popular demand, be it from poor or non-poor, and the lack of dynamic growth.

Opportunities: We recommend to decision-makers in Islamic organizations, government agencies and donor organizations to cautiously examine the following opportunities for the development of a healthy Islamic financial sector in Indonesia:

(1) Islamic commercial banks
, in setting up branch networks of Islamic MFIs, may learn, with good prospects, from the rich experience of successful microfinance strategies and institutions within Indonesia, particularly the BRI Microbanking Division, one of the most successful microfinance programs in the developing world.

(2) Islamic rural banks need to be revamped if they are to play a more than marginal role in Indonesia. This will require an overall development plan for the BPRS sector mutually agreed upon by all stakeholders and a strong banking association to provide a full range of support services to their members. Some of the more successful Islamic rural banks may serve as exposure training sites to future managers. Auditing should be mandatory regardless of size.

(3) Islamic cooperatives suffer from much the same set of problems as the whole cooperative sector. There is little chance for any intervention to be successful in the short run. They need a system of prudential regulation, mandatory auditing, and effective supervision by an appropriate financial authority. They should be fully financed through equity and savings deposits of members; only healthy and well-supervised cooperatives should be permitted to collect deposits from non-members. They need strong associations and federations to provide a full range of support services to their members.

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